Das Evangelium #2 - Mensch und Sünde
In GOTTES wunderbarer Schöpfung durften die ersten Menschen, Adam und Eva, über alles herrschen und alles geniessen, nichts von der Schöpfung hatte GOTT ihnen vorenthalten - ausser von einem Baum sollten sie nichts essen.
16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. (1 Mose 2:16-17)
Wieso sollte GOTT so etwas tun? Wieso erschafft er einen Baum, nur damit niemand von seinen Früchten essen darf? Ist das nicht ein Fehler in seiner perfekten Schöpfung?
Die Bibel beschreibt uns GOTTES Gedanken dazu nicht im Detail, wahrscheinlich wären sie viel zu hoch für uns, aber die beste Erklärung, die ich bis jetzt gehört habe ist, ist folgende: GOTT ist ein liebender VATER, aber auch ein mächtiger König. Er hat uns diesen Baum gegeben um klarzustellen, dass er der Herrscher über alles ist, er erlässt die Gesetze. Wir dürfen in seinem Königreich in einer wunderbaren Beziehung zu ihm leben, sofern wir ihn auch als König ansehen und dementsprechend seine Gesetze halten.
Von diesem Baum zu essen bedeutet Rebellion gegen GOTT den König, es bedeutet, dass wir denjenigen, der uns Leben gegeben hat verwerfen und uns selbst über ihn stellen, und genau das ist passiert...
Wichtig:
Das sind unglaublich harte Wahrheiten über uns Menschen, ohne zu wissen, wie es im Evangelium weitergeht, könnte man alle Hoffnung auf Rettung verlieren. Bitte lese diese Seite mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass GOTT ein liebender GOTT ist, der uns sehr wohl wieder einen Weg geben möchte, wie wir zurück in unsere wunderbare Berufung kommen (Mehr dazu auf den nächsten Seite).
Der Sündenfall
Adam und Eva haben GOTTES Befehl missachtet, sie haben gesündigt. Aber was genau heisst das? Sünde ist im religiösen Kontext ein häufig verwendetes Wort, aber was bedeutet es?
Sünde
4 Jeder, der die Sünde tut[1], der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. (1 Johannes 3:4)
Sünde, ganz einfach definiert, heisst die Gesetze zu brechen, die GOTT uns gegeben hat. Aber das Problem der Sünde liegt nicht darin, dass wir irgendein abstraktes Gesetz gebrochen haben, sondern dass wir durch unsere Taten denjenigen verachten, der uns diese Gesetze gegeben hat. Sünde ist ein direkter Angriff gegen den heiligen GOTT , der uns leben gegeben hat. Er hat uns erschaffen und dazu berufen heilig und gerecht zu sein, er hat seine Gesetze in vollständiger Weisheit und Liebe gegeben. Seine Gesetze sind perfekt, sie ehren ihn und sind gleichzeitig das beste für uns Menschen in jeder Situation.
Achte dich darauf, mit welcher Lüge der Teufel (die Schlange) Eva verführt hat.
4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist! (1 Mose 3:4-5)
Die erste Sünde war, dass Adam und Eva selbst wie GOTT sein wollten. Sie waren nicht zufrieden damit, dass GOTT ihnen die ganze wunderbare Schöpfung zu regieren gegeben hat, sondern sie wollten noch mehr. Und genau das ist es, was Sünde so schrecklich macht, wenn wir Menschen sündigen stellen wir uns damit über GOTT und sagen ihm durch unsere Taten: "Deine Gesetze sind uns egal, wir wissen selbst was Gut und Böse ist, wir erkennen dich nicht als unseren HERRN an".
25 sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen! (Römer 1:25)
Durch Sünde ignorieren wir GOTTES Wahrheit (sein Gesetz) und geben dem Geschöpf (uns selbst) Ehre anstatt dem Schöpfer (GOTT). Und sich selbst über den König stellen zu wollen ist Rebellion, die kein gerechter König ignorieren könnte, vor allem weil GOTT heilig ist und Ungerechtigkeit in seinem Königreich zutiefst verabscheut. Deshalb hat GOTT Adam und Eva aus seinem Paradies verbannt.
23 So schickte ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war. 24 Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim[5] lagern und die Flamme des blitzenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen. (1 Mose 3:23-24)
Der Fall der Menschen
Was in 1 Mose 3 passiert ist nennen wir aber nicht nur "Die Sünde", sondern "Der Sündenfall", es war nämlich nicht nur diese eine Sünde, sondern der Fall der Menschheit in Sünde.
19 Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind [...] (Römer 5:19)
Wie schon erwähnt, die erste Sünde stellt eine schreckliche Rebellion gegen GOTT dar. In unserer heutigen Zeit kommt uns Sünde leider normal vor, aber der Unterschied damals zwischen einem Leben in der Herrlichkeit GOTTES und Feindschaft gegen genau diesen GOTT ist riesig! Die erste Sünde war der Moment, in dem sich tief im Herzen von Adam und Eva etwas verändert hat. Rebellion und Feindschaft gegen GOTT entsteht nicht aus Liebe, sie entsteht aus purem Hass und Arroganz.
Das erste, was Adam und Eva nach ihrer Sünde tun ist nicht zu GOTT zurückzukehren, ihre Sünde zugeben und ihn um Vergebung bitten, sondern beide schieben die Schuld auf GOTT.
11 Da sprach er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen? 12 Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß! 13 Da sprach Gott der HERR zu der Frau: Warum hast du das getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen! (1 Mose 3:11-13)
Sie sagen GOTT, dass es im Endeffekt sein Fehler ist und lehnen jegliche Verantwortung ab, obwohl sie ganz genau wussten, was GOTTES Gesetz war.
Und genau diese Einstellung hat sich in dem Moment in uns Menschen breitgemacht, die Sündige Natur. Nicht nur ignorieren wir GOTTES Gebote und sündigen, sondern wir isolieren uns von GOTT und wollen nichts mit ihm zu tun haben. Teilweise sind wir uns bewusst, dass wir falsch handeln, aber übernehmen keine Verantwortung, sondern schieben die Schuld auf unsere Umstände und teilweise entscheiden wir einfach selbst was Gut und Böse ist - in beiden Fällen greifen wir GOTT an und verspotten unseren Herrscher.
7 weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht; 8 und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. (Römer 8:7-8)
7 Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. (Psalm 51:7)
23 denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,[5] (Römer 3:23)
Auf der ersten Seite bin ich auf die vollständige Herrlichkeit und Gerechtigkeit, die wir Menschen am Anfang hatten, eingegangen. Diese ist jetzt verloren gegangen, komplett ruiniert. Herrlichkeit und Gerechtigkeit sind nicht Attribute, die wir Menschen selbst besitzen und aus eigener Kraft aufrecht erhalten können, sondern sie sind Geschenke, die GOTT jedem gibt, der zu seiner Familie und seinem Königreich gehört. In dem Moment, in dem wir uns mit GOTT verfeindet haben, haben wir diese Dinge verloren und unser Herz gegenüber GOTT verhärtet, von Natur aus lehnen wir Menschen GOTT und seine Gesetze ab, wir wollen selbst GOTT sein und entscheiden, was Gut und was Böse ist.
Das ist die sündige Natur, der Fall der ganzen Menschheit in Sünde. Es ist wie ein Krieg, den Adam und Eva gegen GOTT gestartet haben, ihre Kinder waren zwar nicht dabei, aber sobald sie geboren sind, involvieren sie sich genauso darin, wie ihre Eltern - das ist die Sünde, die wir überall in der Welt sehen.
GOTTES Fluch
Das sich die ganze Natur von uns Menschen verändert hat zeigt auch GOTTES Fluch, den er über seine Schöpfung ausspricht. GOTT würde niemals die ganze Menschheit verfluchen, ausser eben wenn das Herz der Menschen sich gesamthaft mit ihm verfeindet hat.
Was in der Welt nach dem Sündenfall angefangen hat:
- Sünde
- Schmerz
- Mühsame Arbeit
- Tod und Zerfall, sowohl für Menschen, Tiere und Pflanzen
Die Menschheit in Sünde
Meistens würde man an diesem Punkt einen Sprung zu der Erlösung machen, die GOTT uns Menschen gegeben hat, damit wir von unserer Sünde gereinigt werden und wieder zu ihm kommen dürfen. Allerdings überspringt man damit über 3/4 der Bibel, was mir zutiefst widerstrebt. GOTT hat die Geschichte der Menschheit und vor allem des Volkes Israels nicht nur für Theologen und Gelehrte aufschreiben lassen, sondern (unter anderem) damit jeder Mensch ein tieferes Verständnis von seiner Sünde und der Notwendigkeit von Rettung durch GOTTES Gnade bekommt.
Die Zeiten Noas
Ab dem Zeitpunkt des Sündenfalls, ging es dann weiter bergab mit der Gerechtigkeit von uns Menschen. Schon Kain, der Sohn Adams wurde zu einem kaltblütigen Mörder, der seinen eigenen Bruder erschlagen hat.
Was in der Zeit danach alles an Ungerechtigkeit passierte ist nicht im Detail in GOTTES Wort festgehalten, aber es ist nicht übertrieben zu sagen, dass sich die Menschheit Hals über Kopf in schreckliche Sünden gestürzt hat.
5 Als aber der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, 6 da reute es den HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. (1 Mose 6:5-6)
Die Bibel ist oft zurückhaltend mit ausschweifenden Adjektiven, aber wie wir in der Schöpfung gesehen haben, wenn GOTT sagt, die Schöpfung ist "sehr gut", dann ist sie perfekt. Man kann sich kaum vorstellen, was GOTT gemeint hat mit die Bosheit des Menschen ist "sehr gross". Alle Taten und Gedanken der Menschen waren "allezeit nur böse".
Es ging so weit, dass es GOTT gereut hat, die Menschen überhaupt zu erschaffen. Wir sollten das nicht verstehen, als ob GOTT überrascht war von der Sünde, er wusste, dass all das passieren würde. Allerdings geht GOTT mit uns Menschen Beziehungen ein und hat Emotionen uns gegenüber - sowohl positive wie auch negative. GOTT wird aber nicht von den Emotionen kontrolliert, wie wir Menschen so oft, sondern er kontrolliert seine Emotionen nach seinem Willen und Charakter.
7 Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe! (1 Mose 6:7)
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; [...] (Römer 6:23)
Der Lohn der Sünde ist der Tod auf mehreren Ebenen:
- Der Tod hat durch GOTTES Fluch nach dem Sündenfall angefangen
- Sünde ist so schreckliche Rebellion gegen GOTT, die Quelle des Lebens, dass jeder Sünder die Todesstrafe verdient
- Nicht nur den Tod hier auf Erden, sondern auch den ewigen Tod (später mehr dazu)
Jeden Tag, den wir Menschen in Sünde leben, ist ein Tag, an dem uns GOTT durch seine Gnade leben lässt, aber zu diesem Zeitpunkt ist die Sünde zu viel geworden und GOTT rechnet jetzt sofort mit der Menschheit ab. Warum genau dann ist nicht im Detail erklärt, aber wahrscheinlich weil so zumindest die Nachkommen Noahs (wir) nochmals von vorne in einer weniger sündigen Welt starten konnten.
Gedankenanstoss
Die Zeiten Noahs sind sinnbildlich für eine Menschheit, die sich komplett in Sünde gestürzt hat, denkst du, dass es mit uns Menschen heute besser geworden ist, denkst du GOTTES Urteil würde kleiner ausfallen, wenn er heute Abend allen Menschen ihre gerechte Strafe geben würde?
Israel, der alte Bund
Die Bibel sagt uns, dass GOTT schon von Anfang an einen Plan hatte, wie er den sündigen Menschen eine Möglichkeit geben würde, wieder zu ihm zurückzukehren. Dieser Errettungsplan nimmt jetzt mehr und mehr Gestalt an mit dem Volk Israel.
An diesem Punkt ist eine Erklärung, was eigentlich das "Alte Testment" überhaupt ist, sicher hilfreich. Das "Alte Testament" der Bibel beinhaltet alle Bücher von 1 Mose bis Maleachi. "Testament" bedeutet dabei soviel wie Bund oder Vertrag und "alt" ist er, weil das der erste Bund zwischen GOTT und den Menschen war, den neuen Bund, unter dem wir heute leben, beschreibt dann das Neue Testament.
Ich werde zwar nicht im Detail auf die Geschichte Israels eingehen, aber immerhin will ich einige wichtige Stellen erwähnen, die diesen ersten Bund zwischen GOTT und Menschen beschreiben.
Auf den ersten Blick ist vielleicht nicht klar, wie das mit dem Evangelium zusammenhängt, aber davon darf man sich nicht täuschen lassen. Achte auf folgende Dinge:
- Wie selbst die Isrealiten, das Auserwählte Volk GOTTES immer und immer wieder in Sünde fallen
- Wie GOTT sie trotz dieser Sünde nicht alleine lässt, sondern dem Bund mit ihnen und seinen Versprechen treu bleibt, auch wenn Isreal die Treue bricht
GOTTES Versprechen
5 Deshalb sollst du auch nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham! Denn ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt. 6 Ich werde dich überaus fruchtbar machen, sodass deine Nachkommen zu ganzen Völkern werden. Selbst Könige werden von dir abstammen. 7 Ich schließe meinen Bund mit dir und deinen Nachkommen durch alle Generationen hindurch. Es ist ein ewiger Bund, denn ich will dein und deiner Nachkommen Gott sein. (1 Mose 17:5-7, NeÜ)
GOTT startet seinen Bund mit Abraham, er wählt ihn aus und verspricht ihm eine riesige Nachkommenschaft.
[...] Ich halte den Eid, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe. 4 Ich mache deine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne am Himmel und gebe ihnen all diese Länder. Und durch deine Nachkommen werden alle Völker der Erde gesegnet sein, (1 Mose 26:3-4, NeÜ)
GOTT führt seinen Bund dann mit Isaak, einem der Söhne Abrahams, weiter. Auch ihm verspricht er eine unzählbare Nachkommenschaft. Besonders wichtig ist, dass durch seine Nachkommen "alle Völker der Erde" gesegnet werden. Das heisst schon zu diesem Zeitpunkt offenbart GOTT seinen Plan, dass der Bund und Segen, den GOTT Isaaks Nachkommen verspricht, eines Tages auch auf alle Nationen (das heisst auf uns!) übergehen wird (im Neuen Bund dann).
13 Und auf einmal stand Jahwe über ihm und sagte: "Ich bin Jahwe, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. 14 Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub auf der Erde. Du wirst dich ausbreiten nach Westen und Osten, Norden und Süden. Durch dich und deine Nachkommenschaft sollen alle Sippen der Erde gesegnet werden. (1 Mose 28:13-14, NeÜ)
Treu wie GOTT ist, führt er den Bund dann natürlich auch mit Jakob, einem Sohn von Abraham, weiter.
GOTT errettet sein Volk
(Ich füge kurz nicht mehr alle Bibelstellen ein, empfehle aber immer noch stark, diese wirklich im Kontext zu lesen.)
Jakob wurde später der Name "Israel" gegeben (1 Mose 35:9-10) und von seinen 12 Söhnen stammt das ganze Volk Israel ab.
Die Isrealiten gelangten dann durch GOTTES mächtiges Wirken in einen der fruchtbarsten Teile Ägyptens (Geschichte Joseph in 1 Mose 37-50). Und auch dort hielt GOTT sein Versprechen und die Isrealiten wuchsen zu einem riesigen Volk, so schnell, dass der Pharao (damaliger Herrscher Ägyptens) es mit der Angst zu tun bekam (2 Mose 1:9-10). Verzweifelt versuchten die Ägypter Israel durch Sklaverei und Mord zu schwächen, doch GOTTES Segen war stärker und "je mehr sie die Israeliten unterdrückten, umso stärker vermehrten sich diese." (2 Mose 1:12).
GOTT hörte, wie sein Volk unter der Sklaverei der Ägypter litt und begegnete Moses, um ihn auszuwählen als Leiter der Isrealiten (2 Mose 3-4). Mit Moses als Leiter bewies GOTT seine Stärke zum Richten von Sünde und auch vor allem auch seine Macht zur Errettung, indem er die Ägypter für ihre Sünden (Unterdrückung und Mord der Isrealiten) mit heftigen Plagen bestrafte, bis sie Israel aus ihrem Land ziehen liessen (2 Mose 7-12).
GOTT selbst ging dem Volk Israel in Form einer Feuer- und Wolkensäule voran (2 Mose 13:21-22). Und als die Ägypter noch einen letzten Versuch wagten und Israel mit ihrer Armee wieder einfangen wollten, spaltete Mose durch GOTTES Kraft das Rote Meer, sodass Israel den Streitwagen der Ägypter entkommen konnte (2 Mose 14).
1 Jahwe hatte noch zu Mose gesagt: "Steig dann zu mir herauf und nimm Aaron, Nadab, Abihu[1] und siebzig von den Ältesten Israels mit. Werft euch in gebührender Entfernung vor mir nieder! 2 Nur Mose darf in die Nähe Jahwes kommen, die anderen nicht. Das Volk darf überhaupt nicht auf den Berg steigen." (2 Mose 24:1-2)
In der Wüste am Berg Sinai schliesst GOTT, beziehungsweise setzt GOTT seinen Bund mit Israel fort, indem er ihnen Gesetze gibt, nach denen sie Leben sollen.
Diese Gesetze sind praktische Anweisungen für das Volk Israel in allen möglichen Rechtsfragen, damit sie in diesen Angelegenheiten nicht gegen GOTT sündigen, aber vor allem durch die 10 Gebote zeigt GOTT hier auch wieder auf, das wir Menschen eigentlich zu perfekter Gerechtigkeit berufen sind und wie unglaublich hoch dieser Standard wirklich ist (Später mehr dazu).
Doch was tut das Volk Israel noch bevor Moses ihnen die Gesetze überbringt, nach all dem, was GOTT für sie getan hat? Die Antwort ist mehr als schockierend.
Es ist nicht so, dass das die erste Sünde der Israeliten seit Ägypten war, auf gar keinen Fall. Seit der Sintflut hat sich die sündige Natur der Menschen kein Stück verändert (Siehe Sodom und Gomorrah als eindeutiges Beispiel, 1 Mose 18-19). Aber diese Stelle zeigt speziell markant wie stark die Rebellion der Menschen gegen GOTT, die damals im Paradies angefangen hat, auch zu Zeiten Israels noch unverändert ist. Nach all dem, was GOTT für Israel getan hat, stellen sie sich gegen ihn, entscheiden selbst was Gut und Böse ist und beten lieber ihren eigenen Götzen aus Gold an, anstatt den lebendigen GOTT, ihren Schöpfer und Herrscher.
Gedankenanstoss
Wenn selbst das heilige Volk GOTTES, dass all seine Wundertaten mit eigenen Augen gesehen hat noch so in Sünde lebt, wie glaubst du sieht es zu dieser Zeit mit dem Rest der Menschheit aus? Denkst du sie leben auch nur ansatzweise, wie es GOTT gefällt?
GOTTES Errettungsplan geht weiter
Die Geschichte Israels geht natürlich noch lange weiter, zu lange um alles hier zusammenzufassen. Es gab Zeiten, in denen Israel GOTT von Herzen gedient hat, aber dann gab es wieder Zeiten, in denen sie tief in die Sünde gefallen sind, die treue mit GOTT gebrochen und seinen Zorn zu spüren bekommen haben. Mose beschreibt das auf poetische Weise.
Auch nach den 5 Büchern Moses beschreibt die Bibel wie GOTT seinen Errettungsplan durch Israel weitergeführt hat. Alle Bücher sind absolut lesenswert und beschreiben einen wichtigen Teil der Geschichte der Menschheit.
Im Buch Josua wird zum Beispiel beschrieben, wie Israel dann nach einer langen Zeit in der Wüste das verheissene Land einnimmt.
Und geht es weiter mit der Geschichte Israels unter verschiedensten Herrschern, teils waren diese GOTT treu ergeben, teils verleiteten sie das Volk zu Sünde. Diese Ereignisse sind vor allem in den Büchern Richter, Könige und Chronik festgehalten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass dieser erste Bund zwischen GOTT und Israel war bei weitem noch nicht perfekt war, nicht weil GOTT seinen Teil nicht getan hätte, sondern weil wir Menschen es nicht aus eigener Kraft schaffen GOTT treu zu bleiben.
Auf der anderen Seite zeigt uns der erste Bund GOTTES Treue, er ist sich nicht zuschade, um mit sündigen Menschen zusammenzuarbeiten. Er möchte die Beziehung zu uns wiederherstellen, bis jetzt ist das noch nicht vollständig passiert, aber das war auch erst der Anfang des Errettungsplans.
Du und ich sind Sünder
Wir alle sind Sünder
Die grosse Frage ist, wieso sündigen die Israeliten noch nachdem GOTT sich ihnen selbst offenbart und ihnen direkte Gebote gegeben hat, nach denen sie leben sollen und die gut für sie wären? In unserer Gesellschaft würde das nicht passieren, wenn GOTT in gestalt einer Feuersäule uns zurechtweist dann würden doch sicher alle gehorchen, oder?
Die harte Wahrheit ist: Nein, wir würden nicht gehorchen. Keiner von uns, nicht vollständig zumindest, nicht von Herzen, nicht so, wie GOTT es verdient hätte.
GOTT beschreibt unsere sündige Natur in der Bibel wie folgt.
Das ist ein harter, aber wichtiger Bibeltext, er hält so vieles fest, was wir nicht wahrhaben wollen. Zum Beispiel das GOTT genug von sich zu erkennen gegeben hat und wir keine Ausrede haben.
- Das Problem ist nicht, dass die Welt, wie GOTT sie geschaffen hat seine Herrlichkeit und Existenz nicht genügend wiederspiegelt, oder das wir Menschen gar nicht so genau wissen, was Gut und was Böse ist, sondern das Problem ist, dass wir "durch Unrecht die Wahrheit niederhalten". (Römer 1:18-21)
- Nie wurde zum Beispiel jemand umgebracht, einfach weil der Mörder halt nicht wusste, dass er etwas schreckliches tut. Nie wurde eine Frau vergewaltigt, weil der Vergewaltiger gedacht hat, das wäre gut so. Sünde wird begangen, obwohl wir genau wissen, dass es schrecklich ist, und das sagt schon einiges über unsere gefallene Natur aus.
- Wir wollen es nicht wahr haben, dass GOTT existiert, weil wir dann nicht mehr in unserer Ungerechtigkeit leben könnten. Wir geniessen unsere Sünde, wir wollen lieber selber herrschen, anstatt anzuerkennen, dass es einen Herrscher gibt.
- Wir finden GOTT nicht wie ein Räuber einen Polizisten nicht findet, einfach weil er ihn nicht finden will.
Die Bibel gibt uns ein erschreckendes Bild davon, wie GOTT all unsere Sünde wirklich sieht, ihm sind unsere Sünden nicht entgangen. Wir Menschen tun schreckliche Dinge, und die Geschichte der gesamten Menschheit, von Adam bis ins 21. Jahrhundert ist Zeuge davon.
5 Wir sind ja allesamt geworden wie Unreine und alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsere Sünden trugen uns fort wie der Wind. (Jesaja 64:5)
Wir verdienen GOTTES Bestrafung
Ich hatte oben als Gedankenanstoss die Frage gestellt, ob es mit unserer Menschheit heutzutage besser geworden ist als damals in den Zeiten Noas und die Bibel gibt uns hier die Antwort.
37 Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. 38 Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, 39 und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes* sein. (Matthäus 24:37-39)
*Wird später erklärt
Die Antwort ist ganz klar Nein. Wir Menschen haben uns nicht verändert, GOTT hat in seiner Gnade versprochen, uns nicht noch einmal mit einer Sintflut auszulöschen, allerdings hätten wir es heute genauso wie damals verdient.
GOTT wird richten
Und auch wenn keine Sintflut mehr kommen wird, GOTTES Gericht wird garantiert kommen, für jede einzelne Person.
27 Und wie es den Menschen bestimmt[18] ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, (Hebräer 9:27, Elb)
10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.
11 Denn es steht geschrieben: »⟨So wahr⟩ ich lebe, spricht der Herr, mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen.«
12 Also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. (Römer 14:10-12, Elb)
GOTTES Gerechtigkeit lässt es nicht zu, dass er über unsere Sünde hinwegschaut. Er ist der Richter, er wird richten, wann genau, das entscheidet alleine er, aber dass sein Gericht kommen wird steht fest (Und es gibt einen guten Grund, warum GOTT mit dem Gericht wartet, mehr dazu später).
Zusammenfassend sagt die Bibel:
23 denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,[5] (Römer 3:23)
- Wenn du die erste Seite über die Schöpfung gelesen hast, sollte dieser Satz ziemlich schockierend sein. Wir Menschen wurden in GOTTES Herrlichkeit erschaffen, er hat uns berufen dazu heilig und gerecht zu sein - und wir sind alles andere als das, wir haben unsere Berufung gesamthaft verfehlt.
Folgende zwei Beispiele gibt uns die Bibel, um zu beschreiben, wie unsere Beziehung zu GOTT aussieht.
Wir sind Feinde GOTTES
25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit Lügen. Sie beteten die Geschöpfe an und verehrten sie anstelle des Schöpfers, der doch für immer und ewig zu preisen ist. Amen![3] (Römer 1:25)
Der Ursprung dieser Sünde kann nicht auf unser Umfeld und schon gar nicht auf GOTT geschoben werden. Der Ursprung aller Sünde ist, dass wir uns selbst verehren anstatt GOTT. Wir halten uns selbst für Weise und wollen um jeden Preis selbst bestimmen, wie wir unser Leben leben.
Tief in unserem Herzen wollen wir nicht akzeptieren, dass es einen König gibt, der über uns steht, sondern rebellieren gegen ihn.
1 Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. 2 Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 3 lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, 4 Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; (2 Timotheus 3:1-4)
Natürlich begehen nicht alle Menschen alle Sünden in gleichem Massen, bei dir überwiegt die eine Sünde, bei deinem Mitmenschen eine andere. Aber dennoch ist das eine zutreffende Beschreibung von uns Menschen, und genau durch diese Taten zeigen wir, dass wir GOTTES Feinde sind und nichts mit seiner Gerechtigkeit zu tun haben wollen.
Wir sind Ehebrecher mit GOTT
4 Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes! (Jakobus 4:4)
Auf den ersten Blick scheint das nicht zusammenzupassen, was hat Ehebruch denn jetzt mit Feindschaft gegen GOTT zu tun?
Wie schon auf der ersten Seite erwähnt wurden wir in einer wunderbaren Beziehung mit GOTT erschaffen, welche die Bibel mit dem Bild einer perfekten Ehe beschreibt, voller Liebe, Treue und Freundlichkeit. GOTT hat uns absolut keinen Grund gegeben von ihm wegzulaufen, er ist liebevoll und gerecht in all seinen Taten - und trotzdem wollen wir nichts von ihm wissen. Wir haben die Ehe gebrochen mit GOTT, indem wir uns selbst und andere Dinge in unserem Leben mehr Ehren, als den GOTT, der uns Leben gegeben hat.
Wichtig zu verstehen ist aber, dass GOTT auch jetzt noch diese Beziehung nicht vergessen hat, er hegt keinen versteckten ungerechten Groll gegen uns. Wenn uns Menschen jemand in einer Beziehung Tag für Tag betrügen würde und nichts von uns wissen will, dann würden wir diese Person schon bald aufgeben und vergessen - GOTT tut das nicht.
Diese Perspektive wirft natürlich eine Problem auf, auf der einen Seite liebt uns GOTT und möchte die Beziehung zu uns wiederherstellen indem er uns vergibt und von aller Sünde reinigt. Auf der anderen Seite, was geschehen ist, ist geschehen, wir haben offensichtlich gesündigt und als gerechter Richter kann GOTT da nicht wegschauen.
Das bringt uns zum grössten Problem der Bibel.